Zeichen der Liebe gegen Hass und Gewalt setzen

Eutin/Neustadt. Der mutmaßlich islamistisch motivierte Angriff beim Christopher Street Day in Berlin hat viele Menschen schockiert. Pröpstin Christine Halisch und Propst Dirk Süssenbach verurteilen den Missbrauch von Religionen für solche Taten und werben für Nächstenliebe, Vielfalt und Toleranz.

Szene von der Demonstration für Demokratie und Menschenrechte im Februar 2025. Foto: KKOH/Heinen

Die Erklärung von Pröpstin Christine Halisch und Propst Dirk Süssenbach im Wortlaut:
„Der brutale Anschlag beim CSD in Berlin löst Trauer und Fassungslosigkeit bei uns aus. Wir wenden uns gegen jede Form des religiösen Fanatismus, wir beten für die Opfer und ihre Nächsten. Religion darf niemals missbraucht werden für Hass und Gewalt.

Unser christlicher Glaube und wir als Kirche in Ostholstein stehen für Nächstenliebe, Vielfalt und Toleranz. Auch in unseren Reihen gibt es viele Menschen, die sich der queeren community zugehörig fühlen: Gemeindeglieder, Pastor:innen, Mitarbeitende und Menschen, die unsere Kirchen und Veranstaltungen besuchen.

Wir sind überzeugt: Gewalttaten wie in Berlin werden nicht dazu führen, dass die errungene Freiheit zugrunde geht. Als Kirche setzen wir Zeichen der Liebe gegen Hass und gegen Gewalt. So wie es Paulus im Zweiten Brief an Timotheus geschrieben hat: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2.Tim 1,7)

Pröpstin Halisch ergänzt ganz persönlich: „Als Mutter eines queeren Kindes sorge ich mich um dessen Sicherheit. Es soll sich angstfrei bewegen können und so leben, wie es das möchte.“

Eutin/Neustadt, 26. Juli 2026: Pröpstin Christine Halisch, Propst Dirk Süssenbach

Geschrieben am:

26. Juli 2026