„Geschenk des Himmels“ mit Absender „Berlin“

Altenkrempe. Schleswig-Holsteins Kulturministerin Dorit Stenke (CDU) zeigte sich sehr beeindruckt, als sie am Montag (17. August) die Basilika in Altenkrempe besuchte. Sie hatte eine wertvolle und frohe Botschaft dabei, nämlich den Förderbescheid über 497.658 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV. des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien für die Sanierung des Kirchturms der Basilika, die sowohl Landmarke, Identifikationsort und eines der wichtigsten kirchen- und kulturhistorischen Bauwerke in Ostholstein ist.

Übergabe des Förderbescheids zum Erhalt der Basilika in Altenkrempe (v.li.): MdB Sebastian Schmidt, SH-Kulturministerin Dorit Stenke, MdB Bettina Hagedorn und Pastor Friedemann Holmer. Foto: KKOH/Heinen

Das Geld wird für die mit rund einer Million Euro kalkulierte Ertüchtigung und Ergänzung der Tragwerkkonstruktion im Dach des Turms verwendet.

„Diese Orte gehören zu unserem Leben, sie geben uns Kraft und Zuversicht“, sagte die Ministerin. Es seien Orte, „die zu unseren kulturellen Erben gehören, die uns überlassen worden sind, damit wir sie weiter erhalten – damit wir sie weiter pflegen, damit wir aber natürlich auch den Geist bewahren, in dem sie einmal entstanden sind; für den sie einmal gebaut worden sind“, sagte sie.

Bettina Hagedorn (SPD) und Sebastian Schmidt (CDU), die den Wahlkreis Ostholstein-Stormarn Nord im Bundestag vertreten und sich für die Förderung stark gemacht hatten, betonten die Bedeutung der Kirche in ihrem eigenen Leben, vor allem aber für die Region: „Jeder, der auf der vielbefahrenen Autobahn von Lübeck nach Fehmarn und zurück fährt, der kennt diesen Kirchturm und der weiß, was für eine prägende und was für eine identitätsstiftende Wirkung er für die Menschen und die ganze Region hier hat“, sagte Hagedorn. Sie betonte „ausdrücklich“, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, wie der Kirchenkreis mit der Kompetenz seiner Bauabteilung „ein gutes Auge darauf hat“, so die Politikerin, „wo wir wirklich ganz dringend ranmüssen“. Sie dankte zugleich den Ehrenamtlichen im Kirchengemeinderat für ihr „unglaubliches Engagement“. „Sie leisten für die Menschen in der Region einen großen Dienst“, sagte Hagedorn.

Auch Sebastian Schmidt unterstrich das besondere gesellschaftliche Engagement für die Kirche. Er selbst habe weder zu seinem CDU-Ortsverband, noch zum Rotary- oder dem Tennisclub gehen können, ohne auf das Projekt angesprochen zu werden. „Das dokumentiert diese Verbundenheit, die die Basilika mit der Region hat als Wahrzeichen“, sagte er und ergänzte: „Sie haben wirklich als Gemeinde hier lange dafür gebetet, und dieses Gebet wurde heute in der ersten Tranche erhört“, sagte Schmidt und weiter: „Den heutigen Segen hat die Ministerin des Landes überreicht – eine wunderbare Sache.“

Pastor Friedemann Holmer sprach von einem „großartigen Tag für unsere Kirchengemeinde“ und dem Startschuss für den ersten Bauabschnitt der Basilika. „Hier steht ein Kulturdenkmal, ein Kleinod, das doch gar nicht so klein ist, das man kennen sollte und das sich zu erhalten lohnt“, so Holmer. An die Ministerin gewandt sagte er: „Die Fördersumme, über die sie uns heute offiziell den Bescheid übergeben, ist für uns auch ein Geschenk des Himmels.“ Mit Blick auf das Psalm-Wort: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ ergänzte Holmer: „Ohne Unterstützung von oben, von außen, von Anderen hätte diese Sanierung keine Chance.“ Zugleich verwies er darauf, dass die Turmsanierung erst der Anfang sei: „Die Sanierung des Daches von Turm und Schiff wird der ersten Schätzung zufolge 2,5 Millionen Euro erfordern. Es ist also kein Sprint, sondern eher ein Marathon, der vor uns liegt.“

Bei der Übergabe des Förderbescheids waren neben Kirchengemeinderatsmitgliedern und Mitgliedern des Bauausschusses unter anderen auch Propst Dirk Süssenbach, der Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Philip Seifert, sowie der Patron der Kirchengemeinde, Carl-Christian Graf von Scheel-Plessen, zugegen.

Geschrieben am:

17. August 2026