Keine Furcht – nur Kraft, Liebe und Besonnenheit
Bad Malente. Pröpstin Christine Halisch hat am vergangenen Sonntag (20. September) Katrin und Jan Fragner als neue Pastores der Kirchengemeinde Malente in ihr Amt eingeführt. Und die Pröpstin hat – die Überraschung war groß – Petra Eichner aus dem Kirchengemeinderat für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement mit dem Ansgarkreuz der Nordkirche ausgezeichnet.

In der nahezu vollständig gefüllten Maria-Magdalenen-Kirche oblag es Pastorin Andrea Pistor, die Anwesenden zu begrüßen, darunter auch Bürgermeister Heiko Godow und Bürgervorsteher Rainer Geerdts. Sehr zahlreich erschienen und eigens angereist, waren auch Familienangehörige der Fragners. Letztere waren erst tags zuvor an ihrer bisherigen Wirkungsstätte im Wuppertaler Ortsteil Dönberg verabschiedet worden. Mit ihrem Wechsel nach Ostholstein gehe eine „Zeit des Wartens, des Hoffens und Bangens zu Ende“, sowohl für die Kirchengemeinde als auch für den Kirchenkreis, „denn es ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, Pfarrstellen zu besetzen“, sagte Pröpstin Halisch mit Blick auf die eigens für Katrin und Jan Fragner vorgenommene Teilung der zweiten Pfarrstelle der Gemeinde. Sie verwies auf die Bereitschaft des Paares, an Gottes Haus mitzubauen, wissend, dass beim Umgestalten und Bauen auch Einzelnes abgerissen werden müsse. „Diese Haltung passt hierher, sie passt in unsere Zeit, wo vieles anders gestrickt werden muss.“
Katrin und Jan Fragner (Jahrgang 1974 und 1975) fanden schon während des Theologiestudiums in Münster zueinander und haben zwei inzwischen erwachsene Kinder. Sie sind seit dem Jahr 2000 im kirchlichen Dienst; seit 2007 teilten sie sich jeweils eine Pfarrstelle, erst im Oberbergischen und seit 14 Jahren dann an der Wupper. Dem Norden fühlen sie sich schon lange verbunden.
Im Mittelpunkt ihrer charmant-vergnüglichen Dialogpredigt ging es um Bibelzitate zur Furcht, vor allem aber um das Nicht-Fürchten: „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Thimotheus 1,7) – jenen Satz zum 16. Sonntag nach Trinitatis, der zufällig auch der Trauspruch der Fragners ist. Und wie zum Beweis, heftete Jan Fragner die Worte Kraft, Liebe und Besonnenheit über das Portal der Kirche, unterhalb des Leitspruchs: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“
Die Segnung von Katrin und Jan Fragner übernahm Pröpstin Halisch gemeinsam mit Rüdiger Funk, Vorsitzender des Presbyteriums (Leitung der Kirchengemeinde) in Wuppertal Dönberg. Es passte ganz viel am vergangenen Sonntag.
Nicht zuletzt die grenzenlose Überraschung von Petra Eichner, die von Pröpstin Halisch mit dem Ansgarkreuz für herausragende ehrenamtliche Leistungen – sowohl im Kirchengemeinderat wie auch bei unzähligen kleinen und großen Aufgaben im Rahmen der Gemeindearbeit – ausgezeichnet wurde.
Geschrieben am:
21. September 2026

