Peter Wendt stellt Buch über Cap Arcona-Friedhof vor

Haffkrug. Präses Dr. Peter Wendt, der sich seit Jahren für den Cap Arcona-Friedhof in Haffkrug engagiert, hat eine Dokumentation über die internationale Mahn- und Gedenkstätte erarbeitet. Er stellt sie am Freitag, 14. August um 18 Uhr in einem Vortrag im Haffhuus im Haffwiesenpark in Haffkrug vor. Der Eintritt ist frei.

Gedenkstein auf dem Cap Arcona-Friedhof in Haffkrug. Foto: Marco Heinen

Das Schicksal der mehr als 7000 Menschen auf dem Passagierschiff Cap Arcona und dem Frachter Thielbek, die am 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht ihr Leben verloren, gehört zum historischen Erbe Ostholsteins. Nach Beschuss durch die britische Royal Air Force, die davon ausging, dass sich deutsche Truppen und SS-Angehörige an Bord befanden, waren die beiden Schiffe gesunken. Mehr als 7000 Menschen kamen ums Leben.

Der Cap Arcona-Friedhof Haffkrug ist Gedenkort für die Opfer der Katastrophe und für weitere Verfolgte des NS-Regimes: Häftlinge des Arbeitserziehungslagers Kiel-Hassee, Zwangsarbeiter, Heimatlose und Verstorbene, die von Lüneburg, Hamburg, Kaltenkirchen und aus anderen Orten umgebettet wurden. Der Friedhof wurde als zentraler Friedhof für Massengräber rund um die Neustädter Bucht angelegt. Durch die Umbettungen aus anderen Regionen erlangte er überregionale Bedeutung. Dann aber wurde er für über 40 Jahre ein Friedhof der „namenlosen Toten“. Seine historische Bedeutung wurde nicht aufgearbeitet. Unbeachtet blieb, dass über 390 Opfer namentlich bekannt sind. Erstmals liegt nun mit der Arbeit von Peter Wendt eine Dokumentation vor, die die Geschichte des Cap Arcona-Friedhofs übersichtlich und detailliert darstellt.

Das Buch ist im Metropol Verlag erschienen, hat 224 Seiten mit 60 Abbildungen und kostet 24 Euro (E-Book: 19 Euro). Es ist im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich (www.metropol-verlag.de).

Geschrieben am:

4. August 2026