Gutes Essen, gute Gespräche

Am Epiphaniasfest (6. Januar) ging es nun los mit dem „SchnackMAHL“, ein ökumenisches Angebot mit warmer Suppe, warmen Räumen und Wärme im Herzen, das fünf christliche Kirchengemeinden in Bad Schwartau in den kommenden Wochen an fünf Tagen pro Woche auf die Beine stellen und für die Gäste nichts kostet. In der evangelisch-lutherischen Christuskirche nahmen am […]

Am Epiphaniasfest (6. Januar) ging es nun los mit dem „SchnackMAHL“, ein ökumenisches Angebot mit warmer Suppe, warmen Räumen und Wärme im Herzen, das fünf christliche Kirchengemeinden in Bad Schwartau in den kommenden Wochen an fünf Tagen pro Woche auf die Beine stellen und für die Gäste nichts kostet.

In der evangelisch-lutherischen Christuskirche nahmen am Freitag zum Auftakt fast 20 Menschen teil. Darunter war auch Bürgermeisterin Katrin Engeln. „Ich bin gerne hier, weil es eine sehr gute Aktion ist, die die Kirchengemeinden in Bad Schwartau gemeinsam auf den Weg gebracht haben“, sagte Engeln. Nachdem sie selbst einmal zur Schöpfkelle gegriffen- und auch selbst einen Teller Suppe gegessen hatte, hielt sie fest: „Aus meiner Sicht war das ein gelungener Auftakt. Ich hoffe, dass es in den anderen Gemeinden in den nächsten Tagen genauso läuft.“

Das SchnackMAHL wird in der Christuskirche (Ausguststraße 48) freitags in der Zeit von 12 bis 14 Uhr angeboten. Jeden Samstag lädt dann die Adventgemeinde Knotenpunkt (Eutiner Straße 3) ab 12.15 Uhr zu einem warmen Mittagessen ein. Jeweils montags werden die Türen der Kirchengemeinde Rensefeld (Alt Rensefeld 24) in der Zeit von 17 bis 19 Uhr offenstehen und dienstags, ebenfalls zwischen 17 und 19 Uhr, in der Kirchengemeinde St. Martin Cleverbrück (Schmiedekoppel 114). Donnerstags lädt die Martin-Luther-Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (Kaltenhöfer Str. 42) jeweils um 12.30 Uhr ein. Letztere hatte ihr erstes SchnackMAHL bereits im September ins Leben gerufen – und ist Namensgeber für das Projekt.
In der Christuskirche gab eine leckere Suppe, doch die meisten waren wohl auch wegen der Geselligkeit gekommen. „Ich empfinde es als sehr positiv, dass viele Alleinstehende kommen können, um miteinander zu reden. Das ist eine gute Möglichkeit, ein bisschen Kontakt zu haben und nicht alleine zuhause zu sitzen“, meinte ein ältere Dame. Maria Jeske, ebenfalls Seniorin, schloss sich dem an. „Was ich auch gut finde: dass Kirche mal in einem anderen Licht erscheint“, sagte sie. Kirche könne zeigen, „dass sie auch sozial tätig ist und wirklich etwas für die Menschen macht“, so Jeske.

Es wurde vor allem ein sehr nettes Beisammensein, bei dem niemand abseits saß, sondern alle gemeinsam an drei Tischen im Gemeindesaal ihren Platz fanden und unkompliziert miteinander ins Gespräch fanden. Pastor Andreas Rohwer hatte die überwiegend älteren Gäste mit einem besinnlichen Text von Eduard Mörike eingestimmt. Er und Pastor Jörg Rasmussen zeigten sich später zufrieden mit dem Auftakt. Die kalkulierte Anzahl an Essensportionen habe ziemlich genau gepasst, sagte Pastor Rohwer. Wenn demnächst der Seniorenchor wieder am Freitagvormittag proben werde, dann würden sicherlich einige im Anschluss zum Essen dableiben. „Das wird sich einspielen“, ist er sich sicher. Froh sei er gewesen, dass die Anregung des Diakonischen Werkes Ostholstein in den drei ev.-luth. Kirchengemeinden von Bad Schwartau so gut aufgenommen worden sei und sich auch Ehrenamtliche gefunden hätten, um das Vorhaben umzusetzen. Denn: „Es hängt an denen, die hier sind und es verantwortlich machen“, so Rohwer.

Unter den Gästen war auch Elke Kothe, Sekretärin in Cleverbrück, die sich dort für das SchnackMAHL engagiert. Sie ist sich sicher, dass gerade in ihrem Stadtteil besonderes viele ältere Menschen aus Kostengründen die Heizung nicht mehr anmachen. „Und ich finde, die haben es verdient, bei uns eine warme Suppe zum Abendessen zu bekommen.“

Das Foto zeigt Bürgermeisterin Katrin Engeln (li.) und Carolin Witt bei der Essenausgabe.

Geschrieben am:

7. Januar 2023

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