Grundsteinlegung auf dem Gemeindecampus in Hansühn

Die Kirchengemeinde Hansühn setzt ein Meilenstein Richtung Zukunft. In Anwesenheit von Präses Dr. Peter Wendt, Propst Dirk Süssenbach und der Ersten Stellvertretenden Bürgermeisterin der Gemeinde Wangels, Sabine Klüver, sowie zahlreicher weiterer Gäste erfolgte am Mittwoch (12. April) in Hansühn die Grundsteinlegung für einen Neubau der besonderen Art. Unmittelbar neben dem Pastorat entsteht ein Multifunktionsgebäude, das seinesgleichen sucht: „Das Besondere des neuen Hauses ist, dass es nicht nur ein Ort für die Mitglieder unserer Kirchengemeinde sein soll, sondern auch für die Menschen unserer umliegenden Ortschaften und in der Region.

Grundsteinlegung Gemeindezentrum Hansühn

Es wird Raum bieten für Angebote und Treffen, die das Leben der Menschen bereichern werden. Ein Ort, an dem man sich willkommen fühlt und an dem man sich gegenseitig unterstützt und ermutigt“, sagte Pastor Anas Hamami in seiner Ansprache.

In Zusammenarbeit mit der Kommune Wangels, der Aktivregion Wagrien – Fehmarn e.V. und anderen Beteiligten hat sich die Kirchengemeinde Hansühn auf den Weg in die Zukunft gemacht. Das Nutzungskonzept des Neubaus sieht eine Mehrfachnutzung vor. So soll neben dem Raum für die Verwaltung des Gemeindecampus ein Dienstzimmerentstehen, das durch den Pastor oder die Pastorin ebenso genutzt werden kann wie für Sprechstunden des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin oder anderer Verantwortungsträger. „Wir kombinieren hier in geradezu idealtypischer Weise Kirchengemeinde und Kommune, Haupt- und Ehrenamt,“ beschreibt es Sabine Klüver.
Pastor Hamami ergänzt: „Es ist schon eine starke Leistung aller Beteiligten, wie dieses Projekt auf den Weg gebracht wurde!“ Ein großer Gemeinschaftsraum steht für Gruppen zur Verfügung. Zu festen Zeiten können außerdem Dienstleistungen für Senioren angeboten werden. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Ein Automat hält Produkte der Region bereit. Touristen finden hier einen WLAN-Anschluss ebenso wie die Möglichkeit, Ausdrucke vorzunehmen. Das teilweise ausgebaute Obergeschoss bietet Sanitärräume und Trocknungsmöglichkeiten für Ausrüstungsgegenstände von Jugendgruppen. Und die Gemeindemitarbeiterinnen Donatha Puck und Kerstin Adeberg werden dort einziehen.

„Dieser Neubau ist sichtbarer Ausdruck eines engen Schulterschlusses von Gemeinde und Kommune. Kirche, Gemeindehaus und Multifunktionsgebäude bilden zukünftig wieder einen Dorfmittelpunkt“, beschreibt der Projektbeauftragte Hannes Wendroth das gesamte Vorhaben. Denn unmittelbar nebenan wird das denkmalgeschützte Pastorat für die Zukunft fit gemacht. Im Erdgeschoss plant die Diakonie Ostholstein gGmbH eine Tagespflege für bis zu 14 Gäste. Ins Obergeschoss zieht der Mobilie Pflegedienst der Diakonie ein. „Das ist ein Stück gelungene Gemeindeentwicklung im doppelten Sinne“, würdigte Propst Süssenbach das vom Kirchenkreis Ostholstein unterstützte Projekt mit Blick sowohl auf die Kommune wie auch mit Blick auf die Kirchengemeinde, „denn das diakonische Handeln an Menschen, die pflegebedürftig sind, ist etwas, was uns sehr nahe und wichtig ist.“ Er verwies auf einen Satz aus Psalm 127, in dem es heißt: „ Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Entsprechend hoffe er, dass die Handwerker in ihrer Arbeit von Gott gut begleitet würden und Gottes Segen auf dem neuen Haus der Begegnung liege. Für ihn sei das gesamte Vorhaben „ein echtes Leuchtturmprojekt weit über die Grenzen des Kirchenkreises hinaus“, bei dem sich Gemeinwesenorientierung, Kommune und Kirche in guter Partnerschaft auf den Weg machten.

Geschrieben am:

13. April 2023

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