Kirchenkreissynode nimmt Klimaschutz in den Blick

Cismar. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Biodiversität stehen im Mittelpunkt der Themensynode des Kirchenkreises Ostholstein, die am Samstag, 10. September in Cismar stattfindet.

Mit Jan Christensen, Pastor für Umweltfragen der Nordkirche, und Dr. Timo Körber, Physiker und Gründungsmitglied der Gruppe „Scientists for Future“, hat der Kirchenkreis zwei engagierte Fachleute als Impulsgeber gewinnen können.
Im Vortrag von Pastor Christensen wird es vor allem um den im Februar dieses Jahres von der Landessynode beschlossenen Zweite Klimaschutzplan gehen, der entsprechend dem Klimaschutzgesetz der Nordkirche für die kommenden sechs Jahre gelten wird. Er schreibt unter anderem fest, die erforderlichen Schritte einzuleiten, um bis 2035 die bilanzielle Treibhausgasneutralität der Nordkirche zu erreichen. Ein ambitioniertes Ziel, so urteilt Christensen, das aber schon aus Gründen der Solidarität mit den Menschen auf der Südhalbkugel der Erde geboten erscheint, da diese besonders unter den Folgen des Klimawandels zu leiden hätten. Der Pastor wird in die Gedanken des Klimaschutzplans einführen und über die Schlussfolgerungen für das kirchliche Leben sprechen.
Dr. Timo Körber wird sich mit dem Widerspruch beschäftigen, dass einerseits in unserer Gesellschaft zwar das Bewusstsein für die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Ressourcenverbrauch und Klimawandel stark gewachsen ist, dass jedoch andererseits noch viel zu wenig getan wird, um die Entwicklungen zu stoppen. Obwohl das Thema Klimawandel in den Schulen, in den Medien und auch in der Bildungsarbeit der Kirche einen hohen Stellenwert habe, werde zu wenig gehandelt, so Körber. Er will den 66 Synodalen erläutern, wie es zu diesem Widerspruch kommt und wie er aus seiner Sicht überwunden werden kann.
Darüber hinaus wird es in vier Arbeitsgruppen um die Themen „Klimafreundliches Heizen in kirchlichen Gebäuden“, „Nutzung kirchlicher Gebäude für Photovoltaik“, „Förderung der Artenvielfalt auf kirchlichen Flächen“ sowie um „Mobilität und CO2-Emissionen kirchlicher Einrichtungen“ gehen.
Außerhalb dieses thematischen Schwerpunktes wird noch über eine Beschlussvorlage zur Einrichtung eines Pfarrsprengels in der Region Wagrien mit Heiligenhafen, Großenbrode und Neukirchen abzustimmen sein. Hintergrund ist der Regionenprozess im Kirchenkreis zur Stärkung der regio-lokalen Zusammenarbeit von Kirchengemeinden.

Geschrieben am:

5. September 2022

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